Ratgeber · GIS & Karten

GIS in der Forstwirtschaft – Karten, die mitarbeiten

Ein Geoinformationssystem (GIS) macht aus Karten ein Arbeitswerkzeug: Flächen, Bestände, Wege und Grenzen werden lagegenau erfasst, verwaltet und dargestellt. Dieser Ratgeber erklärt, was GIS im Forst leistet, welche Datenformate eine Rolle spielen – und wie MW-Forst das durchgängig zwischen Büro und Wald löst.

MW-Forst Manager mit Kartenansicht: Flächen, Linien und Pins über dem Luftbild
Kartenansicht im MW-Forst Manager

Was ist GIS?

GIS steht für Geoinformationssystem. Damit sind Programme gemeint, die raumbezogene Daten erfassen, speichern, verknüpfen und auf einer Karte darstellen. Anders als ein Bild einer Karte „weiß" ein GIS, wo jedes Objekt in echten Koordinaten liegt – und welche Eigenschaften dazugehören.

Ein Objekt im GIS ist also mehr als ein Punkt: Ein Pin kann eine Baumkontrolle sein, eine Linie eine Rückegasse, eine Fläche ein Bestand – jeweils mit Attributen wie Baumart, Zustand, Datum oder Menge. Genau diese Verbindung aus Lage und Information macht ein GIS im Forst so nützlich.

Wofür GIS im Forst?

Im Forstbetrieb berührt GIS fast jeden Arbeitsschritt:

Die typische Hürde: verstreute Daten

Viele Betriebe haben Geodaten – aber verteilt: eine PDF vom Forstamt, eine Excel-Liste, Fotos auf dem Handy, Notizen auf Papier. Der Aufwand entsteht nicht beim Erfassen, sondern beim Zusammenführen. Ein durchgängiges System spart genau hier Zeit: Was einmal im Feld aufgenommen wird, steht im Büro zur Auswertung bereit – und umgekehrt.

Datenformate im Forst-GIS

Geodaten kommen in verschiedenen Formaten. Die wichtigsten im forstlichen Alltag:

Nicht jedes Format ist überall sinnvoll – deshalb ist beim Import wichtig, dass klar ist, was das System liest und was nicht.

GIS bei MW-Forst – ehrlich eingeordnet. Die Bearbeitung von Geometrien und Attributen (Pins verschieben, Linien und Flächen bearbeiten) erfolgt in der MW-Forst App und im Manager; die Fly App ist zum Erfassen gedacht, nicht zum GIS-Bearbeiten. Georeferenzierte PDF werden im Manager eingelesen und in der App als Kartenebene angezeigt. Shapefiles werden im Manager verarbeitet (nicht in der App). Formate wie KMZ werden derzeit nicht unterstützt – wir nennen bewusst nur, was wirklich geht.

Das Prinzip bei MW-Forst: ein Datenstand statt Insellösungen

Bei MW-Forst ist GIS kein separates Programm neben allem anderen, sondern die gemeinsame Grundlage: Kategorien, Symbole und Farben kommen zentral aus dem System, Aufnahmen aus dem Feld synchronisieren mit dem Büro, und die Karte ist überall dieselbe. Vom ersten Pin über die georeferenzierte PDF bis zur Rückegassenplanung – ein zusammenhängendes System.

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